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Patienten-Empowerment als Kernkompetenz
Article -  2005 

 
Patienten-Empowerment als Kernkompetenz
F. Harms, D. Gänshirt
Article
German
2005
496
Gesundheitsmarketing
3828203175
59.00 EUR
Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft mbH
Gerokstr. 51
D-70184 Stuttgart
+49-711-2420-60
+49-711-2420-88
Patienten-Empowerment als Kernkompetenz
no details
59.00 EUR

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Short description - Patienten-Empowerment als Kernkompetenz

19.4 Zusammenfassung
  • Die Erkenntnis, dass Gesundheit ein hohes Gut ist, das es zu bewahren gilt, und die tiefgreifenden Gesundheitsreformen, die verstärkte Eigenleistungen von Patienten fordern, sind die Treiber für ein wachsendes medizinisches Informationsbedürfnis.
  • Erst die Internettechnologie ermöglicht Patienten einen DIREKTEN ubiquitären demokratischen Zugang zu medizinischen Informationen.
  • Aufgrund der direkten Ansprachemöglichkeit des Patienten via Internet, der hohen Reichweiten, des Skaleneffektes, der messbaren Akzeptanz und des systemimmanenten Rückkanals bieten sich online-basierte Präventions-, Gesundheitsförderungs- und Compliance-Programme für dieses Medium gerade zu an.
  • Direkte Patientenansprachekonzepte via Internet können somit zu einer Kostenreduktion im therapeutischen Bereich beitragen. Responsequoten können aufgrund des digitalen Mediums direkt gemessen werden.
  • Der medienimmanente Rückkanal (direkt vom Patienten) lässt hierfür noch ungeahnte Möglichkeiten für telemedizinische, aber auch marktforscherische Anwendungen offen.
  • Der ehemals devote Patient entwickelt sich zum fordernden, gesundheitsorientierten Menschen und wird ein kritischer Konsument, der bereit ist, in individuelle und zusätzliche Gesundheitsdienstleistungen zu investieren.
  • Der Arzt wird zum Lotsen, zum „Sparringspartner“, des mündigen Patienten. Im Idealfall vermittelt der Hausarzt Therapieverständnis und-akzeptanz sowie Einsicht in die ärztlichen Therapiepläne. Er hat den ganzheitlichen Blick über Soma, Psyche und soziales Umfeld. Das durch den partizipierenden Patienten reifende Arzt-Patienten-Verhältnis fördert die Compliance, sichert die Qualität der Medizin und trägt zur Kostentransparenz bei.
  • Der typische Mensch, der Gesundheitsinformationen im Internet sucht, ist z.Zt. weiblich, zwischen 26–35 Jahre alt, verfügt über eine gute Schulbildung und kann auf ein Haushaltsnettoeinkommen von deutlich über 2000 Euro monatlich zurückgreifen.
  • Die Grundbausteine erfolgreicher ethischer Gesundheitsdienstleistungen im Internet sind:
    exakte Zielgruppensegmentierung, für den Patienten verständliche wie auch wissenschaftlich belegbare Inhalte, Nutzung des systemimmanenten Rückkanals, Kontinuität in Pflege und Weiterentwicklung (vgl. Apfelbaum).
Das Internet -
heute der Katalysator zur Demokratisierung medizinischen Wissens –
morgen der Mediator zu einer präventiven Lebensführung.
gez.
Dr. Jochen Drechsel im Dezember 2004